Selbstfreundlich wachsen:
Selbstfreundlich wachsen:
Selbstfreundlichkeit stärkt Dein Nervensystem. 11 Erlaubnisse, die helfen, mutig zu handeln, statt Dich mit Kritik zu blockieren + Studien
Selbstfreundlichkeit stärkt Dein Nervensystem. 11 Erlaubnisse, die helfen, mutig zu handeln, statt Dich mit Kritik zu blockieren + Studien

„Oh Gott – wie soll ich das schaffen?“
Ich umklammerte den Pfahl wie ein Ertrinkender.
Zehn Meter über dem Boden, kein Geländer, nur eine schmale Plattform unter mir.
Die anderen aus dem Team balancierten bereits fröhlich über die Seile.
Ich war starr vor Angst.
Doch wieder runterklettern war keine Option. Die Blöße wollte ich mir nicht geben.
Und – auch dazu hätte ich den Stamm erstmal loslassen müssen…
„Warum fällt nur mir das so schwer?“
„Reiß Dich zusammen.“
„Wieso bin ich bloß hier hochgestiegen?“
Läuft Dein innerer Dialog manchmal ähnlich ab – selbst wenn Du spürst, dass mehr Spannung gerade nicht hilft?
Führt dieser wenig hilfreiche Ton vielleicht sogar dazu, dass Du fordernde Situationen meidest, Wichtiges vor Dir herschiebst oder Herzensziele abschreibst?
Als langjährige Selbst-Saboteurin – in Gedanken wohlgemerkt – hatte ich irgendwann die Nase voll davon, mich in schwierigen Momenten zusätzlich zu stressen und fragte mich:
Wie kann ich mit Druck oder Angst besser umgehen – und mutig weiter wachsen?
Was mir auf diesem Weg geholfen hat, habe ich in einer kleinen Liste für Dich gesammelt:
An diesem Tag brauchte ich viel Selbstfreundlichkeit ;)
Wie genau stärkt Selbstfreundlichkeit Dein Nervensystem?
Hier drei wissenschaftlich fundierte Studien, die den Zusammenhang zwischen Selbstfreundlichkeit (self-compassion), Herzratenvariabilität (HRV), Stressreduktion und psychischem Wachstum belegen:
1. Selbstfreundlichkeit verbessert die Herzratenvariabilität
Schon ein kurzer Moment innerer Freundlichkeit kann messbar die Herzratenvariabilität (HRV) erhöhen – ein Zeichen dafür, dass Dein Nervensystem sich beruhigt, reguliert und regeneriert. Besonders wirksam: liebevolle Selbstzuwendung in stressigen Momenten. Selbst Menschen mit „Angst vor Selbstfreundlichkeit“ zeigten nach Übung messbare HRV-Veränderungen. Quelle: Svendsen et al. (2016), Trait Self-Compassion Reflects Emotional Flexibility Through an Association with High Vagally Mediated Heart Rate Variability
2. Positive Selbstverbindung stärkt den Vagusnerv
Positive Emotionen – wie Selbstmitgefühl und soziale Verbundenheit – fördern vagale Aktivität. Wer regelmäßig Selbstfreundlichkeit übt, stärkt seine Fähigkeit zur Regulation. Quelle: Kok et al. (2013), How Positive Emotions Build Physical Health – Bethany E. Kok, Kimberly A. Coffey, Michael A. Cohn, Lahnna I. Catalino, Tanya Vacharkulksemsuk, Sara B. Algoe, Mary Brantley, Barbara L. Fredrickson, 2013
3. Selbstfreundlichkeit ist trainierbar – und macht resilienter
In einem 8-wöchigen Programm zeigte sich: Menschen, die Selbstfreundlichkeit trainieren, empfinden weniger Stress und Angst – und entwickeln ein stabileres emotionales Gleichgewicht. Quelle: Neff & Germer (2013), A Pilot Study and Randomized Controlled Trial of the Mindful Self‐Compassion Program – Neff – 2013 – Journal of Clinical Psychology – Wiley Online Library

